Die Greiffbar

Investments zu Anfassen

Hard day’s night

Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?

  • Yesterday
  • Tomorrow never knows
  • All you need is love

Yesterday

Yesterday, all my troubles seemed so far away. Doch der Krieg im Iran hat alles verändert. Da ruft der US-Präsident Hey Jude und schon hat das Mullah-Regime a hard day‘s night. Krieg Get Back im Nahen Osten und der steigende Ölpreis sorgt für Twist and Shout an den weltweiten Kapitalmärkten. An den Zapfsäulen lösen die Verbraucher ihr Ticket to Ride zu Höchstpreisen und verstehen intuitiv, dass die gemeldeten Inflationszahlen aus den USA von 2,4 % für den Februar in den kommenden Monaten nicht auf diesem Niveau bleiben werden. Und wer bei seinem Energieverbrauch nicht Mother Nature´s Son ist, bekommt es mit der Angst zu tun. Help schallt es aus allen Ecken und Enden. I want to hold your hand denken sich die Politiker und geben weltweit 400 Millionen Barrel an strategischen Reserven frei. Man denkt doch allen Ernstes We can work it out, dabei reichen bei einem Tagesverbrauch von aktuell 100 Millionen Barrel diese Freigaben gerade einmal 4 Tage. Das begreift auch der Ölpreis, der mit einem Let it be darauf reagiert und weiter steigt.

Tomorrow never knows

Diese Woche gab es auch ein Come Together bei der deutschen Autoindustrie. Doch statt Drive my Car, appellierten die Verantwortlichen bei Porsche und VW Don´t let me Down. Die Ergebniszahlen ernüchternd und dort, wo es für deutsche Autobauer früher Strawberry Fields forever gab, existiert jetzt nur noch Tomorrow never knows. Ganz anders in der Rüstungsindustrie, die Give Peace a chance abgeschafft hat und munter haussieren geht. Sogar Börsengänge in diesem Sektor sind wieder Mode, wie bei dem Yellow Submarine Ausstatter Gabler Group, die diese Woche wieder einmal gezeigt haben, dass Börsengänge, egal in welchem Sektor, keine Selbstläufer sind. Von wegen Happiness is a warm gun. Tech-Aktien aus den USA dagegen konnten diese Woche reüssieren, allen voran Oracle, dessen Ergebnisse wie Lucy in the Sky with diamonds stiegen. Anleger kreischen vereint: Please Please me! Insgesamt schwankt die Börsenrichtung ob der Unsicherheiten aber zwischen If I fell und Here comes the sun. Anleger fragen nach dem Here, There and Everywhere.

All you need is love

Ich möchte meinen Lesern aber Mut machen. Grundsätzlich gilt wie im Leben auch für die Börse: Can´t buy me love, aber ein You´ve got to hide your love away ist auch nicht notwendig. Die Börse ist langfristig eine Penny Lane und trotz gelegentlicher Day Tripper sinnvoll. Bekanntlich liegt der Gewinn im Einkauf und da sehe ich uns aktuell in der Night before, also wieder steigender Kurse. I feel fine, wenn ich auf die aktuellen Korrekturen schaue und sehe weniger Helter Skelter als I´m down. Gerade wenn viele Mahner glauben It won´t be long, war es in der Vergangenheit besonders lohnend Long Long Long zu sein. Kostolany würde wohl den Beatles Song I´m only sleeping bevorzugen, ich antworte ihm mit I´ve got a feeling und der Aussicht Baby, you´re a rich man, wenn du die Long and winding road fährst. Genießen Sie weiterhin den Good Day Sunshine. In diesem Sinne rufe ich Ihnen zu: Yes it is, All you need ist love! Und sage für diese Woche Hello,Goodbye.

Ihr Volker Schilling

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