Welche Themen waren diese Woche am Finanzmarkt relevant?
- One Battle After Another
- Blood and Sinners
- Frankenstein
One Battle After Another
Die Oscars wurden diese Woche verliehen und der strahlende Sieger mit gleich 6 Oscars ist der Film One Battle After Another. Kein Titel könnte die aktuelle Weltsituation treffender beschreiben. Mitten in Europa tobt ein Krieg und nur Mr. Nobody Against Putin stemmt sich gegen die russische Invasion. In einer Blue Moon Nacht überfällt die Hamas Israel und löst dadurch den Krieg im Gazastreifen aus, der wie bei Avatar: Fire And Ash hervorbringt. Der Vorfall um Venezuelas Staatschefs dagegen war fast nur Ein einfacher Unfall. Der aktuelle Iran-Konflikt dagegen trägt den Sentimental Value eines US-Präsidenten, der doch allen Ernstes den Friedensnobelpreis für sich beansprucht. Derweil ist Israel auf dem Sirāt den Libanon zu befrieden. Und wer ist der Nächste? Kuba steht ganz oben auf Trumps Wunschliste, doch noch hat er sich nicht klar darüber geäußert, ob er den venezolanischen oder den iranischen Weg gehen will. Donald Trump ist wie Marty Supreme, ein Mann, der unbedingt gewinnen will und dabei Stück um Stück verliert. Ukraine, Venezuela, Iran, Libanon und womöglich noch Kuba? One Battle After Another. Die Oscars als Spiegelbild aktueller Entwicklungen. Das gilt auch für den zweiten preisgekrönten Film in diesem Jahr:
Blood and Sinners
Der Film Blood and Sinners hat jetzt schon Oscargeschichte geschrieben. 16 Nominierungen für einen Oscar, das gelang noch keinem anderen Werk vor ihm. Am Ende wurden es 4 Oscars, unter anderem für den besten Hauptdarsteller Michael B. Jordan. Im Film selbst geht es um die großen Fragen von Schuld, Moral und die Frage, wer eigentlich „gut“ oder „böse“ ist. Die Hauptdarsteller diese Woche waren wieder einmal die Notenbankchefs der FED und EZB. Beide entscheiden auch mit dem Zins darüber, welche Anlagen gut oder böse sind, aber Schuld und Moral sind dabei keine Maßstäbe für diese Entscheidung. Vielmehr die angespannte Lage durch den Irankrieg und seine Folgen bei Öl- und Lebensmittelpreisen. Inflation voraus verhindert künftige Zinssenkungsfantasien und schürt Ängste steigender Zinsen. Die Folgen von Blood and Sinners werden immer sichtbarer und die Börsen schalten in den Korrekturmodus. DAX unter 23.000 Punkte, die Kurse im Sinkflug. Anleger wohl bisher zu sorglos, ob der drohenden Folgen. Oder lag es einfach daran, dass man weiter an einen uralten Traum glaubt:
Frankenstein
Die neue Adaption von Frankenstein hat 3 Oscars dieses Jahr abgeräumt und dabei gezeigt, dass die Menschheit einem uralten Traum anhängt: humanoides Leben zu erschaffen. Die Autorin Mary Shelly kann daher mit ihrem 1818 erschienen Roman Frankenstein mit Fug und Recht als Startpunkt des künstlich erschaffenden Lebens bezeichnet werden. Wenn auch brachial, so schafft Victor Frankenstein dennoch den Prototypen einer humanoiden künstlichen Intelligenz. Er erschafft ein Monster, das er von sich stößt. Dadurch wird das nicht von Natur aus Böse erst durch den Hass des Menschen zu einer gewalttätigen Kreatur. Wer ist also das echte Monster? Die Schöpfer von künstlicher Intelligenz oder die künstliche Intelligenz selbst? Bis heute ist der Stoff aktuell und womöglich wichtiger denn je. And here are the nominees: Anthropic PBC, OpenAI, xAI, Alphabet, Meta, Amazon, Mistral AI, Baidu und Deepseek. Damit verabschiede ich mich für diese Woche von Ihnen, aber nicht ohne den legendären Oscar-Satz: „Ich danke der Academy, meiner Familie… An alle, die an mich geglaubt haben.“
Ihr Volker Schilling